Perfekter Show-Akkord für den Sport und seine Helden
Emsdetten/Kreis Steinfurt. 25 Jahre „Sportissimo“: Josef Lülf, Vater dieser mittlerweile größten Sport-Gala im Münsterland, hat zum Jubiläum ein Potpourri der Stars gemixt, das auch fast vier Stunden Show zum kurzweiligen Erlebnis macht – inklusive eines Video-Rückblicks auf seinen denkwürdigen Wetten-Dass-Auftritt bei Frank Elstner, der vor 26 Jahren alles ins Rollen bringt. „Fünf Jahre bin ich noch dabei“, verspricht Lülf am Ende und nennt schon den 10. Januar 2009 als Termin.
Doch vorher gilt es zu staunen über ein Feuerwerk der Artistik, wie es die Ems-Halle noch nie gesehen hat. Der Höhepunkt kommt natürlich erst am Schluss: Unglaublich, wie die Alexis-Brothers aus Portugal mit Kraft und Balance Figuren bauen, die dem Publikum den größten Beifall des Abends Wert sind. Anmutige Turnerin in einer Glaskugel unter der Hallendecke: Elena Samoylova. Wild, ungestüm und kaum zu halten dagegen die Polizeihunde beim tierischen Fußballmatch Hamburg gegen die amtierenden Weltmeister aus Italien, das 4:4 endet. Die „Berliner Elefanten“ sind ihre zwei Auftritte wert: eine Choreografie des Turnens, wie man sie so perfekt nur selten sieht.
Turnerisch etwas zurückgenommen, dafür aber umso ästhetischer anzusehen: Die Feuerwehr-Truppe aus Paris bringt entzückt mit Muskeln und nackter Haut die Damenwelt. Bodenpower und später Flugeinlagen mit Minitrampolins bietet der STV Wettingen: Da sage noch einer, die Schweizer seien langsam . . .
Die Paar-Aerobic-Weltmeister Peterson Querubin und Amelie Jung, Martin Chabry als musikalische Verwandlungskünstlerin, die holländische Tanztruppe „Moving Action“, der Pausenclown „Herr Niels“, die Bigband des Arnold-Janssen-Gymnasiums und nicht zuletzt ein paar Jungs auf echten „Siebenmeilenstiefeln“: Das Ensemble der Akteure ist groß, die Umbaupausen klein, die Licht-Regie gelungen: Ein perfekter Show-Akkord für den Sport und seine Helden.
Und dann kurz vorm Finale gleich noch die Zugabe: Eine Auswahl der Feuerwehr-Musikzüge aus dem Kreis unter Leitung von Werner Kattenbeck marschiert herein.
VON ACHIM GIERSBERG, STEINFURT






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