14 Januar 2008

Aus "Die Glocke" Ennigerloh
vom 14. Januar 2008

Bürgermeister muss eine

Runde im Rhönrad drehen

Von DIRK WERNER

Ennigerloh (dw). Der Mann hat eine Vorliebe für Räder. Ennigerlohs Bürgermeister steigt in seiner Freizeit gern aufs Motorrad und dreht mit dem heißen Ofen einige Runden.
Jetzt darf sich Berthold Lülf mit einem besonderen Rad vorwärts bewegen:
Bei der Sportgala hat der Erste Bürger den Rhönrad-Führerschein erfolgreich abgelegt.

„Im vorigen Jahr hat der Bürgermeister alles gegeben“, erinnerte Dieter Schefer, der am Freitag bei der dritten Gala in Ennigerloh wieder durchs Programm führte. Damals ließ die Monnie-Family das Stadtoberhaupt tüchtig durch die Luft kreisen. „Doch Schaden hat er nicht genommen“, meinte Schefer mit einem Augenzwinkern. „In Ennigerloh muss man eben etwas bringen.“

Auch am Freitag musste Lülf wieder mit ins Rad greifen. Na gut: Der Bürgermeister schaffte nur eine Runde im Rhönrad – mit Hilfe der drei Turnerinnen von Wheel-Motions. Sicherlich: Sein Stöhnen war unüberhörbar. Aber: Die Prüfung hat er erfolgreich bestanden – und die drei Sportlerinnen aus Niedersachsen überreichten ihm die Lizenz fürs Turner-Riesenrad.

Wheel-Motions und vor allem In Motion, die Tanzgruppe des TSV Ostenfelde, die den Auftakt der dritten Sportgala bestritt, gaben das Motto des Abends aus: Bewegung.

Viele hochklassige Artisten und Aktive aus der Region lieferten bewegende Momente – und bewegten die Gäste zu viel Beifall in einem Programm der Superlative. Dazu trugen auch die Alexis Brothers bei. Das portugiesische Duo des Cirque du Soleil zeigte kraftvolle und ästhetische Akrobatik, die das Publikum staunen ließ: Handstand und Kopfstand auf den Fußsohlen des Kollegen, einfach unglaublich. Unglaublich waren auch die Auftritte von Herrn Niels. Er bewegte sich wie ein Gummimensch in Zeitlupe fort – köstlich.

Tempo machte im Gegensatz zu Herrn Niels das französisch-belgische Duo Quick Change: Martyn Chabry bewies auf der Bühne, dass Frauen gar nicht lange zum Anziehen benötigen: Sie wechselte mehrfach im Nu ihr Bühnenoutfit. Verblüffend, dass das geht, dachten sicherlich viele Herren. Schnelligkeit war auch die Stärke der Pariser Feuerwehr, die luftige Sprünge und flotte Kunststücke am Turngerät präsentierte.

Akrobatische Höchstleistungen in einer durchsichtigen Kugel demonstrierte Luftfee Elena hochoben unter der Decke der Olympiahalle. Sie sorgte für elegante und schöne Bilder im bunten Licht. Ein Hauptaugenmerk auf Choreographie legen auch die Berliner Elefanten. Die Schauturngruppe aus der Hauptstadt erzeugte mit Taschenlampen ein sehenswertes Wechselspiel von Licht und Dunkelheit.

Viel Applaus konnte Hausmeister Stanke einheimsen für seine Comedy am Reck. Bei dem Versuch, einen Teppich an der Stange auszuklopfen, verhedderte sich der Artist mit seinem Kopf zwischen der Leiter und seinen Hosenträgern. Sehr amüsant.

Aber auch Aktive aus dem Münsterland eroberten die Herzen der Gala-Gäste im Sturm. Neben In Motion (TSV Ostenfelde) trugen die Hüpfer der Warendorfer Karnevalsgesellschaft, die Dance Company der Fritz-Winter- Gesamtschule Ahlen sowie die Tänzer Amelie Jung und Peterson Querubin (Kreis Steinfurt) zur guten Stimmung bei.

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