29 August 2005

Klasse, super, großartig!:

Klasse, super, großartig!

Schwedt (MOZ) Klasse! Super! Großartig! Rund 600 begeisterte Zuschauer verließen am Samstagabend nach einer mehr als zweistündigen Sport-Gala und stehenden Ovationen die Uckermärkischen Bühnen. Weit mehr als 200 Mitwirkende hatten anlässlich "40 Jahre Sportverein Blau-Weiß 65 Schwedt" ein Feuerwerk an sportlichen Topdarbietungen abgebrannt, das in dieser Form bisher einmalig für die Uckermark war.

Ein Gala-Programm statt einer Grünpflanze für die Vereinsgeschäftsstelle - so die Idee des Landessportbundes zum runden Jubiläum, wie dessen Vizepräsident Günter Staffa zu Beginn der sportlichen Show "seinem Chef" (LSB-Präsident und Blau-Weiß-Vorsitzender Dieter Fiebig) offerierte. Der Verein und mit ihm rund 600 Zuschauer im großen ubs.-Saal dürften froh über diese Entscheidung gewesen sein. Was mehr als 200 Mitwirkende vorgestern Abend auf die Bühne zauberten, verdiente nämlich nur ein Prädikat: Grandios!

Mit ihrer Nummer "Claudio, der Clown" sorgten etwa 20 Vorschulturner des TSV gleich mal für erste Beifallswogen. Eine Steppaerobic und die Schwungtuchdarbietung der Senioren rundeten den Block der Blau-Weiß-Nummern zum Auftakt ab. Danach hatte Moderator Klaus Herber tatsächlich Mühe, auch nur die wichtigsten Meriten der Sport-Gala-Mitwirkenden aufzuzählen. Europäische Spitzenakrobaten aus Zielona Gora (Polen), WM-Starter im Rock?n?Roll-Formationstanz aus Königs Wusterhausen, einen Weltmeister im Rhönradturnen aus Strausberg und vielfache Deutsche Meister in der Akrobatik aus Berlin stellten da nur die Spitze des Eisberges dar.

Internationale Medaillen hat auch Trampolinturner Nico Gärtner bereits aufzuweisen - erst vor wenigen Wochen holte der Schwedter Bronze bei den World-Games. Ganz cool lieferte er sich mit seinem Trainer Uwe Marquardt - beide im feinen Zwirn gekleidet - ein Duell um die attraktivsten Sprünge auf dem Trampolin. Gärtners Traum: Peking, Olympia 2008.

Den teilt er mit zwei Schwedter Turnern, die wie Nico seit einigen Jahren in Cottbus trainieren: Steve Woitalla und Philipp Boy. Die beiden standen im Mittelpunkt des Gerätturnspecials mit Potsdamer und Cottbusser Aktiven. Ist Peking realistisch? "Ich hoffe - und ich gehe davon aus", so Philipp, der mehrfacher Deutscher Jugendmeister 2005 ist. "Na klar, wenn ich das nicht wollen würde, könnte ich morgen meine Sachen packen und aus Cottbus verschwinden", ergänzte Steve.

Mit ihnen zusammen auf die Bühne "genötigt" wurde Trainer-Legende Manfred Paschke vom TSV. Verdiente Anerkennung für den inzwischen 70-jährigen, aber nimmermüden Schwedter "Turnvater" war die Goldene Ehrennadel des Märkischen Turnerbundes, die dessen Präsident Klaus Zacharias in die Oderstadt mitgebracht hatte.

Effektvoller Gala-Abschluss - die Mondlandung der "Elefanten" aus Berlin. Nur die vier in weiß gekleideten "Astronauten" waren zu erkennen, tolle Lichteffekte ließen die "Helfer" komplett im Dunkeln bleiben.



Montag, 29. August 2005 (08:02)

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